Dienstag, 13. Januar 2015

Die TÄK SH schränkt die möglichen Fortbildungen ein

Offenbar hat die TÄK Schleswig Holstein Ihre Satzung für die Zertifizierung aktualisiert. Und dabei insofern verändert, als dass nur noch Fortbildungen von Tierärzten und Verhaltensbiologen als solche anerkannt werden und zur Erhaltung der einmal erworbenen Zertifizierung führen. Und das Gejammer ist groß. Berechtigt?

Kein Hundetrainer wird gezwungen, die Zertifizierung
ein Trainerleben lang beizubehalten, wenn ihn die
Bedingungen dafür so sehr empören. Aber dazu gehört
mehr als zu jummern: Konsequenzen ziehen und aussteigen.
Natürlich darf die TÄK SH für diese Entscheidung und Entwicklung kritisiert werden. Sie zeigt, dass die Interessen der TÄK konträr zu denen der Hundetrainer sind: statt vertretbarer Offenheit und Orientierung an den Bedürfnissen der Hundetrainer mutet diese Entscheidung nach Kundenbindung und Einnahmensicherung an. Und selbstverständlich kann uns Trainern, Seminaranbietern und Dozenten das nicht gefallen. Ja, unbestritten.

Aber die Entscheidung an sich ist absolut legitim. Kein Hundetrainer war oder wird gezwungen, diese TÄK-Zertifizierung zu machen. Und solange das so bleibt und Hundetrainer allgemein nicht auferlegt wird, Fortbildungen zwingend bei Tierärzten oder Verhaltensbiologen zu absolvieren, ist diese Entscheidung vertretbar. Im Zusammenhang mit dem 11er mag die Zertifizierung zwar besonders sinnvoll erscheinen. Aber wir kämpfen ja in unterschiedlichsten AGs, FB-Gruppen und mittlerweile auch Gerichtsverfahren für einheitlichere und vor allem fairere Umsetzungspraxis. Letztendlich muss doch der TÄK überlassen werden, welche Kriterien für die eigene Zertifizierung zu erfüllen sind.

Wer so richtig angep… ustet sein darf, sind die bereits Zertifizierten. Für mich wäre es nachvollziehbar, wenn diese Trainer sich nun in ihrer Wahlfreiheit eingeschränkt und aufgrund der enttäuschenden TÄK-Änderung hintergangen fühlen.

Doch weshalb jammern alle anderen? Jammern kann jeder, zu jammern ist leicht. Es ist ein (durch den 11er im Augenblick etwas eingeschränkter) freier Markt. Und wir haben es durchaus in der Hand, der TÄK eindringlich zu zeigen, dass diese Zertifizierung ausschließlich mit uns gemeinsam eine Lebensberechtigung hat. Es obliegt mal wieder uns Trainern, diese Zertifizierungspraxis zu boykottieren, die Zertifizierung zukünftig nicht zu machen und die bereits Zertifizierten könnten die Konsequenz ziehen und diese aus Protest ohne die aufgedrängten Fortbildungen auslaufen lassen.

Damit würde man tatsächlich zeigen, dass man A… rsenal in der Hose hat. Wetten, dass dies einmal mehr nicht eintreten wird?